Vortragsreihe 2014

Im Sommer/Herbst 2014 veranstaltete das Mathematik-Zentrum Wetzlar in Kooperation mit der Phantastischen Bibliothek eine öffentliche Vortragsreihe zur Mathematik:

"Mathematik und ..."

Veranstaltungsort: Phantastische Bibliothek, Turmstr. 20, 35578 Wetzlar


Die Veranstaltungen wurden unterstützt von:

     

  ... Schönheit

4. Juni 2014, 18.15 Uhr

Heinz Klaus Strick
Leverkusen

"Mathematik ist schön"

Nicht jeder denkt, wenn von Mathematik die Rede ist, unbedingt an etwas Schönes, an etwas, an dem man sich erfreuen kann. Dabei hat die Mathematik viele spannende und durchaus auch ästhetisch schöne Aspekte zu bieten. Und wenn man sich mit den Erkennt­nissen und Ideen längst verstorbener Mathe­matiker beschäftigt, dann kommt man oft aus dem Staunen nicht heraus.

Im Vortrag sollen einige dieser „schönen“ Einsichten vorgestellt und erläutert werden.

Im Rahmen der Veranstaltung werden farbige immerwährende Kalender zum Kauf ange­boten, auf denen „schöne Mathematik“ prä­sentiert wird. Der gesamte Verkaufserlös geht an das Friedensdorf Oberhausen.

Siehe auch: Mathematik ist schön


 ... Unterhaltung

12. Juni 2014, 19.00 Uhr

Prof. Dr. Heinrich Hemme
FH Aachen

Und Freitag, der 13. ist doch ein Unglückstag!

Spielereien und Kuriositäten mit Mathematik

Mathematik ist nicht nur eine nüchterne Wissenschaft und ein nützliches Werkzeug, sondern auch ein wunderbares Spielzeug. In dem Vortrag geht es ausschließlich um diese unterhaltsame Seite der Mathematik. So wird beispielsweise mathematisch „bewiesen“, dass Freitag, der 13. tatsächlich Unglück bringt und dass Pipi Langstrumpf die Präsidentin der USA ist. Es wird auch gezeigt, wie man beim Wetten und beim Würfeln immer gewinnt, wann Schalttagskinder Geburts­tag feiern können und dass ein Würfel eine Taille besitzt.


 ... Literatur

23. September 2014, 19.00 Uhr

Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher
Justus-Liebig-Universität Gießen

Hans Magnus Enzensberger „Hommage an Gödel“

Enzensberger ist spätestens durch seinen Bestseller „Der Zahlenteufel“ auch einem breiten Publikum bekannt geworden. Er be­schäftigt sich immer wieder sehr substantiell mit Mathematik. Ein Höhepunkt ist sein Ge­dicht „Hommage an Gödel“, mit dem er einem der größten Denker des 20. Jahr­hunderts huldigt. Der „Unvollständigkeits­satz“, den der legendäre österreichische Mathe­matiker 1931 veröffentlichte, ist einer der wichtigsten Sätze der modernen Logik. Er thematisiert die prin­zipiellen Grenzen des Denkens. Können wir alles, was wahr ist, auch beweisen? Oder gibt es Aussagen, die weder bewiesen noch widerlegt werden können?   Im Rahmen des Vortrags wird das Gedicht vorgestellt und anschließend von Prof. Beutelspacher „mathematisch“ interpretiert. Dabei steht der Unvollständigkeitssatz im Mittelpunkt. Natürlich ist der Vortrag so angelegt, dass ihn jeder verstehen kann.


 ... Spiel

12. November 2014, 19.00 Uhr

Dr. Jörg Bewersdorff
MEGA-Spielgeräte GmbH Limburg

Glück im Spiel
Warum lande ich beim MONOPOLY häufiger auf dem Opernplatz als auf der Schlossallee?


Kann die Mathematik dazu beitragen, Spiele zu gewinnen? Und wenn ja, wie?
Die beiden Fragen führen je nach Typ eines Spiels zu ganz unterschiedlichen mathematischen Ansätzen: Am bekanntesten ist die Wahrscheinlichkeitsrechnung, die es erlaubt, zufällige Einflüsse in Glücksspielen zu kalkulieren, um so die Gewinnchancen der Spieler abzuschätzen. Wie ein Schachcomputer funktioniert und welchen Grenzen die zugrunde liegenden Algorithmen unterworfen sind, davon handelt die Theorie der kombinatorischen Spiele. Ganz andere Optimierungsansätze, nämlich solche aus der mathematischen Spieltheorie, sind gefragt, wenn Spieler wie beim Pokern ihre Entscheidungen in Unkenntnis der Karten ihrer Mitspieler treffen müssen.
Im Vortrag werden ein paar (Bei-)Spiele vorgestellt. Insbesondere wird die gestellte MONOPOLY-Frage beantwortet: